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Heinz Heigl - Stationen seines Lebens

Das Bewegungstraining Methode Heigl hat seinen Namen von seinem Gründer und Entwickler Heinz Heigl und wird von uns kurz „Heigln“ genannt. Heinz Heigl wurde 1901 als Landwirtssohn im Böhmerwald geboren. Als seine erste große Leidenschaft – das Malen – nicht in einen Beruf umzusetzen war, ging er 1919 zur Armee. Nachdem er den Realschulabschluss nachgeholt hatte, konnte er die Offizierslaufbahn einschlagen und wurde bis zum Oberst befördert.

Hier konnte er neben der Ausbildung seine zweite Leidenschaft vorantreiben, nämlich den Sport, insbesondere den Modernen Fünfkampf (Pistolenschießen, Degenfechten, Freistilschwimmen, Geländelauf und Reiten). Er war besonders im Degenfechten sehr erfolgreich und nahm mehrfach an anspruchsvollen Wettkämpfen teil, u.a. auch an Ausscheidungen für die Olympischen Spiele.

Heinz Heigl wurde Ausbilder an der Heeressportschule in Wünsdorf bei Berlin und trainierte die Teilnehmer im Modernen Fünfkampf für Olympia 1936. Einer seiner Sportler, Gotthard Handrick, gewann die Goldmedaille.

Den Krieg erlebte Heinz Heigl an verschiedenen Orten in Europa, zuletzt in Ostpreußen, wo er 1945 in eine fünfjährige russische Gefangenschaft geriet. Hier begegnete er einem japanischen Oberst, der durch tägliches Entspannungstraining mit seinen Soldaten eine sehr geringe Sterberate erreichte. Heinz Heigl übernahm dieses Training mit Erfolg auch für seine Soldaten.

Die hier gemachten Erfahrungen, insbesondere die heute noch im asiatischen Raum üblichen Schwungübungen, hat er in das spätere MK-Training und die Konditions-Therapie eingebracht.

Im Jahre 1955 heiratete Heinz Heigl Irmhild Scharnhorst, die er bereits bei den Olympischen Spielen 1936 kennen gelernt hatte.
Von 1955 bis 1963 übernahm Heinz Heigl diplomatische Aufgaben in Damaskus und Beirut; u.a. baute er in Syrien eine Sportschule auf.

Nach dem Ausscheiden aus dem Beruf kehrte das Ehepaar Heigl 1963 nach Deutschland zurück und ließ sich in Duddenhausen bei Hoya nieder. Hier fand Heinz Heigl eine neue Aufgabe. Bei der Landbevölkerung in der Umgebung gab es durch die schwere körperliche Arbeit viele körperliche Probleme.
Er begann mit den Menschen ein Bewegungstraining, das zunächst Bauerntraining genannt wurde, später „Modernes Körpertraining“ und ab 1980 „Konditions-Therapie Methode Heigl“.

In seiner sportlichen Karriere, insbesondere im Training für die Wettkämpfe, machte Heinz Heigl die Erfahrung, dass nicht der absolute Ehrgeiz, das Trainieren bis zur Leistungsgrenze und darüber hinaus, den Erfolg bringt, sondern das gelassene, entspannte und wohldosierte Training. Da dies nicht nur für Hochleistungssportler, sondern auch für Untrainierte gilt, begann er diese Methodik im „Heigltraining“ umzusetzen.

Seine ersten Schritte unternahm er unter dem Motto ,,Sich bewegen - länger leben“. Eine unter diesem Titel von einer Lebensversicherung als Ratgeber herausgegebene Broschüre, bildete den Grundstock für die Bücher ,,Modernes Körpertraining“ und ,,Konditions-Therapie“.

In zahlreichen Kursen und Lehrgängen (1965 - 1982) in und um Duddenhausen, aber auch überregional in Wyk auf Föhr,auf Amrum, im Schwarzwald und auf der Loferer Alm in Österreich verbreitete Heinz Heigl zusammen mit seiner Frau Irmhild seine Bewegungsmethode.

Da der Umfang mit der Zeit zunahm, begannen sie Lehrkräfte auszubilden. Dadurch ist das „Heigln“ heute in ganz Deutschland fast flächendeckend verbreitet.

Am 24. Dezember 1986 verunglückte Heinz Heigl und starb 4 Monate später, am 20. April 1987. Im Oktober desselben Jahres wurden ihm, posthum, und seiner Frau Irmhild das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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